Themen: , , , ,

Die am häufigsten durch exzessive UV-Bestrahlung verursachte Hauterkrankung ist die aktinische Keratose. Es handelt sich um eine Verhornungsstörung der Haut, die als Vorstufe (Präkanzerose) zu einem Stachelzell-Hautkrebs (Spinaliom) entarten kann. Vorwiegend sind Männer und hellhäutige Menschen ab dem 50. Lebensjahr betroffen.

Entstehung:
Im Laufe von mehreren Jahrzehnten können sich durch übermäßige Sonnenbestrahlung die Zellen in der Oberhaut verändern: Die UV-Strahlung der Sonne bewirkt eine Veränderung im genetischen Code der Zellen in der Epidermis, wobei gesunde zu abnormen (atypischen) Zellen verwandelt werden. Nach und nach ersetzen diese abnormen Zellen die normale Epidermis, was zu einer Störung des Verhornungsprozesses der Haut führt.

Symptome (Beschwerden):
Beginn: wenige Zentimeter große Rötungen mit rauer Oberfläche Weiteres Stadium: zunehmende Verdickung der Hornschicht, dicke, teilweise gelblich-braune Ablagerungen. Wegen erhöhter Verletzlichkeit können aktinische Keratosen schneller bluten Überwiegend betroffen: Nase, Stirn/Schläfen, Ohren, Unterarme sowie Handrücken und eine Glatze (bei Männern)

Diagnose (Untersuchung):
Haut-Biopsie, histologische/pathologische Untersuchung im Labor.

Behandlung:

  • Kryotherapie: Behandlung mit flüssigem Stickstoff, verschiedenen Salben oder Lösungen
  • Kürettage: Abschaben der oberflächlichen Hautstörung mittels Skalpell oder scharfem Löffel
  • Laserbehandlung: Abtragung durch Laser
  • Photodynamische Therapie: chemischen Reaktion mittels eines Medikaments, die durch Licht induziert wird und abnorme Zellen tötet
  • Seit 2012 gibt es ein Präparat aus den USA mit dem Wirkstoff aus der Garten-Wolfsmilch Euphorbia peplus. Dieses Mittel hat sich bisher als sehr gut bewährt.

Spätschäden:
Aktinischen Keratosen wachsen nur sehr langsam und entwickeln sich in Jahrzehnten. Veränderte/ atypische Hautzellen können in die Tiefe wachsen und sich zu einem bösartigen Stachelzell-Hautkrebs (Spinaliom) verändern. Geschätzt entwickeln sich über 60% aller Spinalzellkarzinome aus einer aktinischen Keratose!

Was man selbst tun kann:
Vermeiden Sie direkte und intensive Sonnenbestrahlung! Hautschutz durch entsprechende Kleidung/Sonnenhut und Cremes mit hohem Lichtschutzfaktor. Besondere Vorsicht ist bei Männern mit Glatze geboten.