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Falsche Ernährung verbunden mit Bewegungsmangel führen zu Übergewicht — wobei man zwischen Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas) unterscheidet.
Eine übermäßige Ansammlung von Fettgewebe im Körper wird als Fettleibigkeit bezeichnet, der Mensch hat Übergewicht. Dies entsteht, wenn die zugeführte – vor allem fettreiche – Ernährung den Energieverbrauch übersteigt.

Übergewicht ist bereits bei jungen Menschen verbreitet und nimmt mit dem Alter meist noch zu. Schon bei 20- bis 24-Jährigen sind fast ein Drittel der Männer und knapp ein Fünftel der Frauen übergewichtig. Bei den 70- bis 74- Jährigen ist der Höhepunkt an Übergewicht erreicht: bei Männern liegt er bei 74 % , bei Frauen bei 63 %.

Krankheiten, die bei Fettleibigkeit häufiger als bei Normalgewicht auftreten:
Herzerkrankungen, wie z.B. Herzinfarkt , Herzschwäche als Folge einer Herzvergrößerung, erhöhter Blutdruck, desweiteren Arterienverkalkung (Arteriosklerose), Zuckerkrankheit (Diabetes Typ 2), erhöhte Blutfettwerte (Cholesterin / Triglyceride), Gallensteine, Beinvenenthrombosen (teilweiser bzw. kompletter Verschluss von Beinvenen), Gelenkschäden (Arthrose), Atembeschwerden, Schwangerschaftskomplikationen sowie diverse Krebsarten.

Es gibt grundsätzlich zwei Berechnungsmethoden: den „Body Mass Index“ (BMI) und den „Waist-to-height ratio“ (WHtR). Daneben kann man den exakten Fettanteil im Körper von Spezialisten bestimmen lassen.

Der BMI errechnet sich aus dem Körpergewicht (in kg) geteilt durch das Quadrat der Körpergröße (m2). Somit lautet die Formel: Körpergewicht : (Körpergröße in m)2. Die Einheit des BMI ist demnach kg/m2.

Klassifikation des Body Mass Index        Männer        Frauen

Untergewicht                                                    < 20               < 19
Normalgewicht                                                20-25            19-24
Übergewicht                                                     25-30            24-30
Adipositas                                                          30-40           30-40
massive Adipositas                                         > 40               > 40

Der Waist-to-height ratio errechnet sich aus Taillenumfang (in cm) geteilt durch Körpergröße (in cm). Der WHtR sollte zwischen 0,32 und 0,50 und nicht über 0,53 liegen. Ein WHtR von 0,53 entspricht normalerweise etwa einem BMI von 25.

Der Vorteil des WHtR gegenüber dem BMI besteht vor allem darin, dass der BMI nur wenig bezüglich gesundheitlich relevanter Ursachen eines Über- oder Untergewichts aussagt, da zum Beispiel sehr muskulöse Männer (Sportler/ Spitzensportler) einen hohen BMI aufweisen. Ebenfalls ungenau sind Berechnungen für Kinder oder Schwangere.

In Deutschland liegt der Durchschnitt der übergewichtigen Erwachsenen bei 36,7 % (Männer: 44,4 %; Frauen: 29,1 %), unter erheblichem Übergewicht leiden 14,7% der Erwachsenen (Männer: 15,7 %; Frauen: 13,8 %). Experten schätzen, dass diese Zahlen bis zum Jahr 2050 noch stark zunehmen.

Da neben möglicher Fehlernährung noch andere Ursachen von Übergewicht bestehen können, sollten Sie sich bei Problemen an Ihren Arzt wenden!