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Warm– und Kaltblüter — Säugetiere, Reptilien, Fische, Amphibien wie auch einige Insekten und wirbellose Tiere — besitzen die Fähigkeit, fieberartige Reaktionen zu bilden. Diese Fähigkeit ist schätzungsweise 600 Millionen Jahre alt.
Fieber ist ein Symptom, keine Krankheit. Wenn unser Körper mit einer Krankheit kämpft, ist Fieber eine Schutzreaktion und ein Anzeichen dafür, dass er seine Abwehrkräfte mobilisiert. Dies führt in der Regel zu verbessertem Überleben oder Ausheilen verschiedener Infektionen.

Es gibt verschiedenste Krankheiten / Einflüsse, die die Körpertemperatur ansteigen lassen, meist ist Fieber die Folge einer Infektion, verursacht durch Viren oder Bakterien, z.B.: Blutvergiftung — Wundinfektionen nach Operationen oder Unfällen — Magen-Darm- bzw. Nieren- und Blaseninfektionen — Grippe/Erkältungskrankheiten — Sonnenstich — extremer Flüssigkeitsverlust — Malaria — Rheuma — bösartige Tumore — Schilddrüsenüberfunktion, Autoimmunkrankheiten — Sonnenstich.
Es gibt aber auch Fieber unklarer Ursache (ohne Infektion), bei extremen Flüssigkeitsverlust, durch Medikamente verursacht, bei chronisch psychischen Belastungen oder die Temperatur steigt z.B. nach dem Eisprung leicht an (0.5°C).

Fieber entsteht im Kopf/Gehirn:
Das oberste Wärmeregulationszentrum ist die präoptische Region des Hypothalamus (= Regulationszentrum für alle vegetativen und endokrinen Vorgänge, wie z.B. auch für den Blutdruck). Hier wird präzise unsere Körpertemperatur registriert, des weiteren laufen hier afferente – also zum zentralen Nervensystem hinführende Nervenfasern – Signale von Kälte- und Wärmerezeptoren der Haut des gesamten Körpers zusammen. Die eingehenden Informationen aus der Umgebung werden mit den zentralen Temperaturinformationen verglichen und integriert. Zur Aufrechterhaltung des Temperatur-Gleichgewichtes, das für die Lebenserhaltung und Funktion unseres Organismus notwendig ist, laufen unzählige komplexe physiologische Reaktionen ab, zu denen auch eine gewollte geregelte und begrenzte Erhöhung der Körperkerntemperatur gehört.

Diese gesteuerte wärmeregulierende Reaktion hat zwei Ziele: Wärmeverlust oder Wärmeproduktion. Man friert daher bei fieberhaft ansteigender Temperatur, Hände und Füße fühlen sich kalt an, es kann auch zu Schüttelfrost kommen.
Senkt sich die Temperatur nach dem Fieber (oder bei Gabe eines fiebersenkenden Medikamentes) wieder ab, ist einem warm/heiß bis hin zu Schwitzen — häufig kommen Kopfschmerzen/ Kopfdruck und Gliederschmerzen hinzu.

Fiebermessung: in der Achselhöhle (axillär), unter der Zunge (sublingual), im Enddarm (rektal). Hier fällt die gemessene Temperatur um ca. 0.4°C höher aus.
Körpertemperatur zwischen 37°C und 38°C = subfebril, Werte bis 39°C = mäßiges Fieber, Werte über 39°C = hohes Fieber.