Themen: , , , , , , , , ,

Der Erreger der Windpocken sowie der Gürtelrose ist das Varicella-Zoster- Virus. Die Bezeichnung „Gürtelrose“ wird von der Ausstrahlung der Schmerzen abgeleitet, die im Allgemeinen gürtelförmig im Bereich von Brustkorb oder Bauchraum auftreten.

Das Virus wandert nach einer überstandenen Windpockenerkrankung entlang der Nervenfasern zu den Spinalganglien (Ansammlungen von Nervenzellen in der Nähe des Rückenmarkes). Dort kann es über Jahre „unbemerkt“ verbleiben.

Eine „Reaktivierung“ dieser im Körper verbliebenen Viren führt dann zu einer Gürtelrose, die örtlich immer auf das Versorgungsgebiet des betroffenen Nerven beschränkt ist – anders als bei den Windpocken, die den gesamten Körper betreffen. Es handelt sich somit um das zweite Auftreten von Windpocken, das heißt: Es hat keine erneute Ansteckung stattgefunden.

Die Ursachen sind bisher noch nicht geklärt. Auslöser für die Erkrankung, die fast ausschließlich im Erwachsenenalter auftritt, sind meist Störungen des Immunsystems (z.B. bei AIDS, Krebserkrankungen), starker Stress oder starke seelische Belastungen.

Krankheitsbild:
Allgemeines Krankheitsgefühl mit Müdigkeit, Abgeschlagenheit und leichtem Fieber. Nach 2-3 Tagen treten heftige Schmerzen sowie Empfindungsstörungen im Verlauf des betroffenen Nervs auf. Bald darauf bilden sich in demselben Gebiet auf der Haut gruppenförmig angeordnete Knötchen, die sich in bis zu erbsengroße Bläschen umwandeln. Diese Bläschen können eine wässrige oder blutige Flüssigkeit enthalten und zerfallen manchmal. Fehlen diese Hautveränderungen, bezeichnet man dies als Zoster sine herpete. Bei einer Gürtelrose am Körperstamm kann es in seltenen Fällen auch zu Lähmungen kommen.

Diagnose und Behandlung:
Die Blickdiagnose genügt in den meisten Fällen, in unklaren Fällen bzw. bei einer Erkrankung ohne Bläschenbildung erfolgt eine Blutuntersuchung.
Die Behandlung erfolgt mit Virustatika, lokal können spezielle Puder und Lösungen/Salben, die Lokalanästhetika (betäubende Wirkung) enthalten, zusätzlich helfen.
Nach Abheilung der Hauterscheinungen bleiben häufig Areale zurück, die entweder stärker gebräunt sind oder ihre Pigmentierung verlieren.

Ansteckungsgefahr:
Menschen, die bereits eine Windpockeninfektion durchgemacht haben, können sich in der Regel nicht anstecken. Personen, die jedoch noch keinen Kontakt mit dem Windpockenvirus hatten, können dagegen durch eine an Gürtelrose erkrankte Person angesteckt werden. Sie erkranken dann aber nicht an Zoster sondern an Windpocken.