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Wenn der Schuh drückt verändert sich die Haut an der entsprechenden Druckstelle. Diesen Umstand halten viele Konsumenten, insbesondere Frauen, für nebensächlich. Schuhe sollen in erster Linie gut aussehen. Erstaunlich dabei ist aber, dass in einer Umfrage von über 2000 erwachsenen Frauen und Männern mehr als Dreiviertel der befragten Frauen Fußprobleme hatten – unter anderem Hühneraugen.

So nennt man umgangssprachlich eine kreisförmige Verhornung am Fuß, die bedingt durch ständigen Druck auf meist dünner, knochennaher Haut im Laufe längerer Zeit entstanden sind und sehr schmerzhaft sein können, da sie als keilförmige Verdickung (Sporn) oft bis in tiefere Hautschichten reichen. Die Haut versucht sich mit vermehrter Hornhautbildung (Hyperkeratose) gegen den andauernden Druckreiz zu schützen.

Vorkommen:
Fußballen, Fußsohle, Zehenrücken, Zehenzwischenräume, Ferse, seltener am Fußrücken

Beschwerden:
gelbliche, kreis-bzw. augenförmige Verhornungen, 5-8 mm Durchmesser, stechende Schmerzen bei Belastung

Komplikationen:
Rötungen, Schwellungen, Eiteransammlung.
Vorsicht bei Diabetes: Da bei Diabetikern die Hautveränderung schmerzarm oder sogar schmerzlos verlaufen kann, besteht die Gefahr der Bildung eines Geschwürs oder einer Infektion.

Behandlung durch den Arzt:
Ausschluss einer ähnlich aussehenden Erkrankung, z.B. virusbedingte Dornwarzen. Maßnahmen zur Entlastung durch z.B. orthopädische Einlagen, Druckentlastungsringe bei Krallen- oder Hammerzehen. In schweren Fällen chirurgische Entfernung der Verhornung (Skalpell, scharfer Löffel, Schere). Operation zur Korrektur von Fußfehlstellungen.
In der Regel sind ausgebildete medizinische Fußpfleger die richtige Anlaufstelle zur Behandlung von Verhornungen und Hühneraugen.

Was man selbst tun kann:
Warme Fußbäder, anschließend vorsichtiges Abschleifen der aufgeweichten Haut mit Bimsstein, Raspel oder Feile unter Vermeidung von Verletzungen. Danach: Eincremen mit rückfettender Creme. Hühneraugenpflaster, die mit Hilfe von Salicylsäure innerhalb von wenigen Tagen die verhornte Stelle soweit aufgeweicht haben, dass sie sich nach einem Fußbad entfernen lässt. Salicylsäure kann jedoch zu Hautreizungen führen.

Vorbeugung:
Bequeme aber gutsitzende Schuhe, vorzugsweise aus Leder, um Fußschweiß zu vermeiden. Orthopädische Einlagen, Entlastungs- bzw. Hühneraugenringe, die den Druck von den empfindlichen Stellen nehmen. Cremes mit Salicylsäure oder ätherischen Ölen zur längerfristigen Reduzierung der Hornhautbildung. Barfußgehen.