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Der Sommer kommt – doch Vorsicht: UV- Strahlung gilt als die gravierendste umweltbedingte Melanom-Ursache.

Schön braun bedeutet nicht gleich schön gesund:
Sonnenbrände, vor allem in der Kindheit und Jugend, erhöhen das Risiko einer Erkrankung wesentlich. Sonnencreme bietet laut Studien keinen ausreichenden Schutz vor malignen (= bösartigen) Melanomen. Es ist der gefährlichste und der am häufigsten tödlich verlaufende Hautkrebs.
Jedes Jahr erkranken in Deutschland fast 18.000 Menschen an einem malignen Melanom. Es ist derzeit der Tumor mit der höchsten Zahl an Neuerkrankungen.
Die Häufigkeit ist stellenweise sehr unterschiedlich. Tritt das Maligne Melanom in einigen Staaten nur sehr selten auf, wird hingegen in Auckland, Neuseeland, der weltweit höchste Wert gemessen.
Hautfarbe und UV-Belastung spielen hierbei die größte Rolle.

Ausgehend von den pigmentbildenden Zellen (Melanozyten) betrifft er zu 95% die Haut, kann aber auch an Schleimhäuten (Auge, Darm, Hirnhaut etc.) auftreten und entwickelt sich meist aus bereits bestehenden Muttermalen. Wird er nicht frühzeitig erkannt, können sich Zellen lösen, tiefer eindringen und in andere Körperregionen transportiert werden. Dies kann zur Bildung von Tochtergeschwülsten (Metastasen) führen.

Risiko: Hellhäutigkeit, Sommersprossen, rote oder blonde Haare, helle Augen, bösartige Vorerkrankungen, viele Muttermale, Medikamente, die die Funktion des Immunsystems vermindern, Neigung zu Sonnenbrand, Melanome in der Familie.

Mögliche Symptome:
Melanome sind i. d. R. eher schmerzlos, gelegentlich Juckreiz, in fortgeschrittenem Stadium eventuelle Blutungen.

Diagnose:
Sehr wichtig ist, auf Veränderungen von Pigmentflecken auf seiner Haut zu achten
A, B, C, D, E Regel: A: Asymmetrie – nicht symmetrisch; B: Begrenzung – unscharf, unregelmäßig; C: Colour – unterschiedliche Pigmentierung, Mehrfarbigkeit; D: Durchmesser – größer als 5mm; E: Entwicklung – neu und kurzfristig entstanden.
Je früher das Melanom als solches erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen

Beim Hautarzt / Hausarzt:
Dermatoskopie (Auflichtmikroskopie), Ultraschallmessung der Tumordicke, CT oder MRT.
Neu: Autofluoreszenzverfahren – welches aber noch nicht in die Routinediagnostik Einzug gefunden hat, aber sehr vielversprechende Ergebnisse hinsichtlich der Erkennung kleinster Schädigungen gezeigt hat.

Behandlung:
Operative Entfernung, Untersuchung des „Wächterlymphknotens“, unterstützende Immuntherapie (Interferon al-pha), Bestrahlung, Chemotherapie

Was man selbst tun kann:

  • Vermeidung der Mittagssonne zwischen 11 Uhr und 15 Uhr
  • Möglichst lichtdichte Bekleidung, die vor Sonne schützt, Sonnenhut.
  • Sonnenschutzcreme mit UVA- und UVB-Filter und hohem Lichtschutzfaktor
  • Sonnenbrillen mit zertifiziertem, komplettem UV-Schutz
  • Ab dem 35sten Lebensjahr haben gesetzlich Versicherte alle zwei Jahre Anspruch auf ein kostenloses Hautkrebsscreening – aufgrund der aktuell hohen Zahlen an Neuerkrankungen zahlen einige Krankenkassen diesen Check bereits ab dem 20. Lebensjahr!