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Die Beitragsbemessungsgrenzen werden angehoben

Beitragsbemessungsgrenzen stellen den Höchstwert dar, bis zu dem in den Sozialversicherungen Beiträge erhoben werden. Der über diesen Grenzbetrag hinausgehende Teil eines Einkommens ist beitragsfrei.

Bei der Festsetzung dieser Bemessungsgrenzen ist die Lohnentwicklung im Jahr 2016 die Basis für die Festlegung der Werte für 2018. In Deutschland sind 2016 die Löhne und Gehälter gestiegen: in den alten Bundesländern um 2,33% und in den neuen Bundesländern um 3,11%.

Entsprechend wird im kommenden Jahr die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung angepasst, ebenso werden die Beitragsbemessungsgrenzen in der Rentenversicherung, der Arbeitslosenversicherung sowie der Kranken- und Pflegeversicherung angehoben.

Die Versicherungspflichtgrenze (= Jahresarbeitsentgeltgrenze) in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wird bundeseinheitlich festgesetzt und bezeichnet die Höhe des Einkommens eines Arbeitnehmers bis zu der er in einer gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert sein muss.

Liegt der Verdienst eines Arbeitnehmers über dieser Grenze, hat er die Möglichkeit sich freiwillig bei einer gesetzlichen Krankenkasse oder privat zu versichern. Für Selbständige und Beamte gilt diese Regelung nicht, sie können sich immer privat versichern.

Die Versicherungspflichtgrenze wird in 2018 auf 59.400 Euro im Jahr steigen.

Die Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung (West) liegt ab 1. Januar 2018 bei 6.500 Euro pro Monat (in 2017: 6.350 Euro pro Monat). Die Beitragsbemessungsgrenze (Ost) steigt auf 5.800 Euro pro Monat (in 2017: 5.700 Euro pro Monat).

Der derzeitige Beitragssatz zur Krankenversicherung beträgt14,6 % des Bruttoeinkommens, wobei Arbeitgeber und Arbeitnehmern je die Hälfte tragen. Gesetzliche Krankenkassen erheben zusätzlich individuelle Zusatzbeiträge, für die der Arbeitnehmer allein aufkommen muss. Die Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung ist zugleich die Jahresarbeitsentgeltgrenze.

Der Beitragssatz für die Pflegeversicherung beträgt 2,55 %, für Kinderlose über 23 Jahre 2,8 %, der Beitragssatz zur Rentenversicherung 18,7 % und zur Arbeitslosenversicherung 3,0 %.

Nach der Bezugsgröße wird in der gesetzlichen Krankenversicherung die Mindestbeitragsbemessungsgrundlage für freiwillige Mitglieder sowie das Mindestarbeitsentgelt festgelegt. Im kommenden Jahr beträgt die Bezugsgröße 3.045 Euro pro Monat in den alten Bundesländern und 2.695 Euro pro Monat in den Neuen.

 

Überblick:

Rechengröße West Ost
Beitragsbemessungsgrenze für die allgemeine Rentenversicherung sowie auch die Arbeitslosenversicherung 6.500 Euro / Monat 5.800 Euro / Monat
Beitragsbemessungsgrenze für die knappschaftliche Rentenversicherung 8.000 Euro / Monat 7.150 Euro / Monat
Versicherungspflichtgrenze in der GKV 59.400 Euro / Jahr

(4.950 Euro / Monat)

Beitragsbemessungsgrenze in der Kranken- und Pflegeversicherung GKV 53.100 Euro / Jahr

(4.425 Euro / Monat)

Vorläufiges Durchschnittsentgelt für 2018 – allg. Rentenversicherung 37.873 Euro / Jahr Hochwertung um 1,1248
Bezugsgröße in der Sozialversicherung 3.045 Euro / Monat 2.695 Euro / Monat

 

Rentenversicherung 18,7%
Arbeitslosenversicherung 3,0%
Krankenversicherung, allgemeiner Beitragssatz 14,6% + Zusatzbeitrag
Krankenversicherung, ermäßigter Beitragssatz 14,0% + Zusatzbeitrag
Pflegeversicherung 2,55%
Zuschlag für Kinderlose über 23 Jahre in der Pflegeversicherung 0,25% (nur Arbeitnehmer)

 

Verdienstgrenzen bei Mini- und Midi-Jobs:

Geringverdiener mit einem Mini-Job bis zu einem monatlichen Gehalt von 450 Euro unterliegen nicht der Sozialversicherungspflicht. Ab einem Verdienst von 450,01 Euro bis 850 Euro im Monat (= „Midi-Job“) werden vom Arbeitgeber die vollen Sozialbeiträge gezahlt, vom Arbeitnehmer nur ein verminderter Prozentsatz der Beiträge.