Benötigt ein Pflegebedürftiger nur eine zeitweise Betreuung, kann die Versorgung in einer teilstationären Pflegeeinrichtung in Betracht kommen – diese kann als Tages- oder Nachtpflege konzipiert sein. Teilstationäre Pflege wird übernommen, wenn die häusliche Pflege nicht ausreichend gesichert werden kann oder wenn dies zur Ergänzung / Stärkung der häuslichen Pflege erforderlich ist. Sie beinhaltet ebenfalls die notwendige Beförderung des Pflegebedürftigen von der Wohnung zur Einrichtung der Tages- oder Nachtpflege und zurück.

Abhängig von der jeweiligen Pflegestufe übernimmt die Pflegekasse die pflegebedingten Aufwendungen nach der geltenden Leistungshöchstgrenze (einschließlich der Fahrkosten), die Aufwendungen der sozialen Betreuung und die Kosten der medizinischen Behandlungspflege. Die Kosten für Verpflegung werden nicht erstattet.

Tagespflege: Diese wird üblicherweise von Pflegebedürftigen benötigt, deren Angehörige tagsüber berufstätig sind – gerade für pflegende Angehörige von Demenzkranken bietet sie daher eine große Entlastung. Die Pflegebedürftigen werden meist morgens abgeholt und nachmittags zurück nach Hause gebracht.

Höhe der monatlichen Leistungen:
Pflegestufe I: bis zu € 450,-
Pflegestufe II: bis zu € 1.100,-
Pflegestufe III: bis zu € 1.550 Euro,-

Man kann Leistungen der Tages- und Nachtpflege auch mit ambulanten Pflegesachleistungen und/ oder mit dem Pflegegeld kombinieren.

Wird der Bereich Tages- und Nachtpflege nur zur Hälfte ausgeschöpft, besteht daneben ein 100%iger Anspruch auf Pflegegeld oder ambulante Pflegesachleistungen.