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Symptome
Wundstarrkrampf (Tetanus) äußert sich anfänglich meist durch allgemeine Symptome wie Kopfschmerzen, Mattigkeit, Schwindel, Schweißausbrüche und Muskelschmerzen. Bald treten jedoch weitere Anzeichen auf: die Kieferklemme (Trismus) und der so genannte Risus sardonicus, ein grinsender Gesichtsausdruck, der durch die krampfende Gesichtsmuskulatur hervorgerufen wird. Darauf folgt vom Kopf und Nacken absteigend eine Muskelstarre der langen Rücken- und Bauchmuskeln. Danach sind die Muskeln der Arme und Beine, der Rippen, des Kehlkopfs und schließlich die des Zwerchfells betroffen.

Auswirkungen
Die für Wundstarrkrampf typischen schmerzhaften Krämpfe dauern ein bis zwei Minuten, sie können in Minutenabständen auftreten und werden durch geringste äußere Reize (akustisch, optisch, mechanisch) ausgelöst.
Durch den bei Wundstarrkrampf stark erhöhten Stoffwechsel in den krampfenden Muskeln kommt es zu Fieber mit über 40 Grad. Durch die heftigen Krämpfe können sogar Wirbelkörper der Wirbelsäule brechen und Dornfortsätze der Wirbel abreißen. Bei Krämpfen der Kehlkopf- und Rippenmuskulatur wird die Atmung schwer gestört. Bei Lähmungen des Zwerchfells ersticken die Betroffenen im Krampf.
In Deutschland werden jährlich 10-20 Fälle einer Tetanus-Infektion bekannt. Hierzulande sterben weniger als die Hälfte der Betroffenen, in Ländern mit unzureichender medizinischer Versorgung treten viel mehr Fälle auf, die auch häufiger tödlich enden.

Verursacher der Tetanus-Infektion ist das Bakterium Clostridium tetani, das überall verbreitet in der Erde und im Staub vorkommt. Es gelangt über Verletzungen/ Wunden in den Körper und führt aufgrund der Bildung eines Nervengiftes zu Krämpfen der Muskulatur und letztlich zur Atemlähmung.

Impfung
Eine Grundimmunisierung besteht aus drei Impfungen. Dabei wird die 2. Impfung nach 4 bis 6 Wochen, die 3. Impfung nach ca. 6 bis 9 Monaten verabreicht. Üblicherweise ist man nach einer Grundimmunisierung durchschnittlich für 15 – 20 Jahre geschützt. Zur Sicherheit und auch zum Ausschluss einer Überimpfung sollte eine Titerkontrolle durchgeführt werden. Die Kosten hierfür sind von Patienten über 18 Jahren selbst zu tragen.

Der Impfstoff gegen Tetanus besteht aus abgeschwächtem Gift. Da es sich um einen sogenannten Tot- Impfstoff handelt – also um keine vermehrungsfähigen Lebewesen wie z.B. bei der Masern- oder Rötelnimpfung – ist die Impfung grundsätzlich sehr gut verträglich und fast jederzeit möglich. Ausnahmen gelten bei einer akuten fiebrigen Infektion egal welcher Ursache und bei Schwangeren in den ersten drei Monaten.
Bei akuter oder wahrscheinlicher Infektion kann eine passive Impfung durchgeführt werden, die aus von Blutspendern gewonnenen Antikörpern bestehen. Damit wird der Ausbruch verhindert oder der Verlauf gemildert.