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Ein Basaliom entwickelt sich aus den basalen Schichten der Oberhaut (Hautschicht unter der Hornhaut) und der Haarfollikel und entsteht vorrangig an Hautstellen, die – wie das Gesicht – der Sonne ausgesetzt sind: Nase, Stirn, Schläfen, Ohren und Schulterbereich.
Man bezeichnet Basaliome als halbbösartig, da sie unbehandelt wie ein bösartiger Tumor das Gewebe schädigen und sogar Knochen infiltrieren können, aber nur sehr selten Metastasen (Tochtergeschwülste) bilden.

Weißer Hautkrebs ist mit jährlich ca. 80.000 Neuerkrankungen der häufigste bösartige Hauttumor, Tendenz steigend! In Mitteleuropa sind etwa 3 von 5.000 Einwohnern betroffen, Männer etwas häufiger als Frauen.

Ursachen / Risiken:
Vor allem wird intensive Sonneneinstrahlung als Auslöser eines Basalioms verdächtigt, ebenso eine gewisse Veranlagung. Als Risikofaktoren gelten helle Haut-, Haar- und Augenfarbe, eine Neigung zu Sonnenbrand, frühere schwere Sonnenbrände sowie Auftreten von schwarzem Hautkrebs (Melanom) beim Betroffenen oder in der Familienanamnese, mehr als 50 Muttermale , zahlreiche Sommersprossen und häufige Bestrahlung im Solarium.

Symptome:
Anfänglich bildet sich ein mit Äderchen durchzogenes, hautfarbiges/transparentes glänzendes Knötchen. Sehr selten entstehen diese am Rumpf. Im fortgeschrittenem Stadium wächst der Tumor nach innen und erscheint geschwürig. Diese Hautstellen sind oftmals blutverkrustet und heilen schlecht, es entstehen Ekzem ähnliche gerötete Schuppenstellen.

Diagnose / Untersuchung:
Augenschein und Beurteilung durch einen Spezialisten / Hautarzt; Gewebeentnahme mit histologischer/pathologischer Untersuchung

Behandlung:

  • Der Tumor wird operativ im gesunden Gewebe entfernt
  • Photodynamische Therapie: Auftragen von chemischen Wirkstoffen, in Verbindung mit der Bestrahlung mit einer Lichtquelle werden die erkrankten Zellen zerstört, wohingegen das gesunde Gewebe intakt bleibt
  • Vereisung / Kältetherapie mit flüssigem Stickstoff (Kryotherapie)
  • Lasertherapie

Komplikationen:
Gute Prognosen bestehen bei Tumoren, die vollständig im gesunden Gewebe entfernt werden konnten. Es kann jedoch zu einem erneuten Wachstum an derselben oder anderen Stellen kommen. In sehr seltenen Fällen kann der Tumor Metastasen in andere Organe bilden.

Vorbeugung:

  • Schutz vor intensiver Sonnenbestrahlung: Kopfbedeckung, im Schatten aufhalten, Sonnenschutzmittel auch auftragen, wenn man Kleidung trägt
  • bei Verdacht umgehende Abklärung beim Arzt
  • Hautkrebsscreening — regelmäßige Kontrollen