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An Diabetes mellitus Typ 2 – früher auch Altersdiabetes genannt, inzwischen eine typische Wohlstandskrankheit – erkranken immer häufiger junge Menschen mit starkem Übergewicht: Durch dauerhaft überhöhte Nahrungszufuhr (sowie durch teilweise noch unbekannte Mechanismen) entwickelt sich eine verringerte Wirkung der Körperzellen auf das Insulin, wodurch die Bauchspeicheldrüse immer mehr Insulin produziert, um dieser Resistenz entgegenzuwirken. Irgendwann ist die Bauchspeicheldrüse erschöpft, die Insulinproduktion wird reduziert oder sogar vollständig eingestellt, was in der Folge zu einem Insulinmangel und Überzuckerung des Körpers führt.

Insulinresistenz: Der Körper kann Kohlenhydrate (wie z.B. Zucker) nicht mehr ausreichend verwerten, wodurch der Zuckerspiegel im Blut chronisch erhöht ist. Ist schließlich eine bestimmte Glukosekonzentration im Blut überschritten, wird der überschüssige Zucker mit dem Urin ausgeschieden. Dem gesamten Körper wird mit der Zuckerausscheidung mehr Wasser entzogen als üblich, was zu dem krankheitstypischen übermäßigen Durstgefühl führt.

Risikofaktoren:
Übergewicht: betrifft 80-90% der Typ-2-Diabetiker (bauchbetonte Fettleibigkeit) – hoher Blutdruck – hohe Blutfettwerte – dauerhafte Einnahme bestimmter Medikamenten (wie z.B. Kortison) – Veranlagung/ Disposition (bei Übergewicht, Bewegungsmangel etc.) – mit zunehmendem Alter sinkt die natürliche Insulinproduktion (ausreichend Bewegung sowie gesunde Ernährung kann dies ausgleichen).

Beschwerden:
Diabetes macht anfänglich keine Beschwerden – daher ist die Diagnose oftmals ein Zufallsbefund. Anzeichen können sein: starker Durst, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit, Hautreizungen/Juckreiz, trockene Haut, Haut- und Schleimhautinfektionen, Komplikation: Symptome der Arterienverkalkung

Diagnose:
Anamnese / Familiengeschichte; Laboruntersuchung: mehrmalige Messung des Nüchtern-Blutzuckers, oraler Glukosetoleranztest (OGT), HbA1c-Wert (= Langzeit-Blutzucker); Nieren- und Blutfettwerte; Urinuntersuchung; Augendruck-, Blutdruckmessung; körperliche Untersuchung (Wassereinlagerungen, Hautschäden an den Füssen), EKG

Therapiemöglichkeiten:
Ernährungsberatung/Diabetesschulung, Gewichtsreduktion/-optimierung, regelmäßige Bewegung/ körperliches Training, Blutzuckerselbstkontrolle. Medikamentös: Orale und/oder Insulintherapie.

Mögliche Folgeerkrankungen:
Augen-, Nieren- sowie Gefäßerkrankungen (Hypertonie, Herzinfarkt, Schlaganfall, Gefäßverkalkung), Nervenschädigungen (Polyneuropathie), Hautveränderungen bis hin zu Wundheilungsstörungen, Potenzprobleme, verringerte Lebenserwartung.

Information:
1 g Fett = 9 kcal – 1 g Alkohol = 7 kcal – 1g Kohlenhydrate = 4 kcal – 1 g Eiweiß = 4 kcal