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Ein eingewachsener Zehennagel ist ein verbreitetes Problem, es ist in den meisten Fällen sowohl schmerzhaft als auch unangenehm. Es betrifft alle Altersgruppen – sogar Babys, durch z.B. falsches Nagelschneiden. Der seitliche Nagelrand drückt dabei tief in den Nagelfalz oder der verbreiterte Nagelfalz überwuchert den seitlichen Nagelrand.

Üblicherweise drücken eingewachsene Zehennägel in das umliegende Gewebe, wodurch sich häufig eine Entzündung mit schmerzhafter Schwellung bildet. Das gereizte Gewebe ist dadurch anfälliger für den Eintritt von Bakterien, was die Entzündung wiederum verschlimmert.
Entzündet sich ein eingewachsener Zehennagel, bildet sich sogenanntes „wildes Fleisch“ (= Granulationsgewebe), das bei der Heilung der Wunde zu wuchern beginnt.

Ursachen:
Ein eingewachsener Zehennagel tritt meist an den beiden Großzehen auf und kann verschiedene Ursachen haben:

  • in den meisten Fällen: zu enges Schuhwerk (vor allem bei Frauen) – kombiniert mit:
  • falsches Schneiden der Fußnägel: Durch ovales Schneiden schiebt sich der Nagelrand durch den Druck, dem der Fuß durch z.B. zu enge Schuhe ausgesetzt ist, in das Nagelbett – was die Haut reizt und eine Entzündung hervorruft. Durch die Verletzung bildet sich Granulationsgewebe, das über den Nagel wächst, wobei dieser noch tiefer in das Nagelbett eindringt.
  • familiäre Häufung: breiteres Nagelbett von Geburt an
  • starkes Schwitzen an den Füßen weicht die Haut um den Nagel herum auf
  • Diabetes
  • „Rollnägel“
  • ältere Menschen: fehlende Mobilität/Beweglichkeit bedingt eine unzureichende Fußpflege

Behandlung:
Konservative Möglichkeiten: Tapen (um das umliegende Gewebe vom Nagel zu entlasten), Nagelspange, entzündungshemmende Salben
Chirurgisch: Plastik, welche die Nagelfalz dicht an den Nagelrand verschmälert und den gesunden Nagel in seiner natürlichen Form und Breite erhält.
Laser – Methode: Der operierte Bereich wird kleiner, kann schneller heilen und verursacht weniger Beschwerden. Dieses Verfahren wird seit einigen Jahren angewendet, allerdings sind gesetzliche Krankenkassen nicht zur Übernahme der Laserkosten verpflichtet, da die im Leistungskatalog abgebildete Schnittmethode in der Regel kostengünstiger ist.

Fußnägel richtig schneiden:
Zehennägel sollte man mindestens alle vier Wochen schneiden. Um Fußnägel und eventuelle Hornhautverdickungen vor dem Schneiden etwas aufzuweichen, ist ein warmes Fußbad sinnvoll. Ein gerader Nagelabschluss die beste Form: Der Nagelrand sollte mit der Zehenkuppe abschließen, dabei muss man darauf achten, den Nagel nicht zu kurz zu schneiden – sonst ist der Zeh nicht ausreichend gegen den Druck des Schuhs geschützt. Außerdem kann dies zu schmerzhaften Entzündungen im Nagelbett kommen.

Für die meist dickeren Fußnägel ist eine Nagelschere nicht empfehlenswert, ebenso wenig ein „Nagelknipser“, da er nur kleine Abschnitte fassen und es dadurch zu Rissen und scharfen Kanten kommen kann. Nach dem Schneidevorgang sollte man die Fußnägel feilen.