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Eisenmangel ist weltweit die am weitesten verbreitete Mangelerkrankung – nahezu 10% der Deutschen leidet daran.
Eisen ist ein lebenswichtiger Mineralstoff. Der Körper ist auf seine regelmäßige Zufuhr über die Nahrung angewiesen, um leistungsfähig zu bleiben. Eisen ist unter anderem Bestandteil des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin, es bindet den Sauerstoff im Blut und in der Muskulatur und transportiert ihn zu den einzelnen Körperzellen. Der Körper produziert in jeder Sekunde etwa 2 Millionen rote Blutkörperchen— über 70% des Eisens wird deshalb zur Bildung von Hämoglobin benötigt.

Die Anzeichen für Eisenmangel sind breit gestreut. So können blasse Haut und Schleimhaut, rasche Ermüdung und Schwäche, Leistungsabfall, Nervosität , innere Unruhe, Appetitlosigkeit, Störungen der Wärmeregulation wie dauerndes Kältegefühl, erhöhte Infektanfälligkeit, trockene Haut, starker Haarausfall, stumpfes, gespaltenes Haar sowie brüchige Nägel darauf hinweisen.
WICHTIG ist, dass der Arzt andere Erkrankungen ausschließt, die ähnliche Beschwerden verursachen, da zu hoch dosierte Eisenpräparate Vergiftungserscheinungen auslösen und zudem möglicherweise vorliegende ernste Erkrankungen (wie innere Blutungen) verdecken können. Bei Eigenbehandlung erschweren Sie so die Diagnose!

Erhöhter Eisenbedarf besteht bei einseitiger und mangelnder Ernährung (Veganer), Kindern und Jugendlichen im starken Wachstum, Schwangeren und Leistungssportlern, nach häufigen Blutspenden, bei langer, starker Monatsblutung sowie chronischen Blutungen oder starkem Blutverlust nach Operationen. Krankhafter Eisenverlust entsteht z.B. bei gestörter Eisenaufnahme durch den Magen-Darm-Trakt, starkem Nasenbluten, häufigen Durchfällen, Hämorrhoiden, Magengeschwüren und bei Krebspatienten.

Bei Verdacht auf einen Mangel wird die Eisenkonzentration im Blut gemessen, zusätzlich kann eine Untersuchung auf Blut im Stuhl (Hämoccult) sowie eine Magen/Darmspiegelung notwendig werden.

Der Körper benötigt 1—1,5mg Eisen pro Tag, kann aber nur ca. 1/10 der mit der Nahrung aufgenommenen Eisenmenge auch aus dem Darm aufnehmen. Deshalb muss die Zufuhr entsprechend höher sein. Eisen ist vor allem in rohem Fleisch, Innereien, Getreide, Brot, Gemüse und Hülsenfrüchten enthalten. Eisen aus tierischen Lebensmitteln kann vom Körper besser aufgenommen werden.

Zusammen mit Vitamin C kann Ihr Körper pflanzliches Eisen besser aufnehmen! Kaffee, Tee, Milch, Kakao und Cola-Getränke sowie Rotwein behindern die Eisenaufnahme. Meiden Sie diese Getränke daher besser während des Essens.