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Herzinsuffizienz (Insuffizienz = Schwäche) ist eine häufige Folge verschiedener Herzerkrankungen und beschreibt eine Funktionsstörung des Herzmuskels (Myokardinsuffizienz). Bei verminderter Pumpleistung des Herzens wird das Gewebe nicht ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt, was die Durchblutung der Organe gefährdet und zu Kreislaufversagen führen kann.
Als Folge einer fortschreitend ungesunden Lebensweise ist die Herzinsuffizienz eine der global verbreitetsten Erkrankungen und nimmt sogar weiter zu.

Man unterscheidet drei Arten der Herzschwäche:

  • Linksherzinsuffizienz: Durch eine Schwäche der linken Herzhälfte, die sauerstoffreiches Blut von der Lunge in den Körper pumpt, staut sich das Blut in die Lungengefäße zurück (Stauungslunge). Husten, Atemnot und Wasseransammlung in der Lunge (Lungenödem) sind die Folge.
  • Rechtsherzinsuffizienz: Die rechte Herzhälfte, die das sauerstoffarme Blut aus dem Körper zurück in die Lunge pumpt, ist zu schwach. Das Blut staut sich in die Venen zurück und begünstigt Wasseransammlungen (Ödeme) in den Beinen, der Bauchhöhle und der Leber.
  • Globale Herzinsuffizienz: Schwäche beider Herzhälften.

Hauptursachen:
Arterienverkalkung der Herzkranzgefäße, Bluthochdruck
Weitere Ursachen:
Herzmuskelentzündung (= Myokarditis) – Herzklappenerkrankungen, z.B. Entzündungen (Endokarditis) – Herzrhythmusstörungen – Lungenerkrankungen (z.B. COPD) – Erkrankungen des Herzbeutels – Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) – angeborene oder erworbene Herzfehler – familiäre Vorbelastung

Risikofaktoren:
Chronischer, hoher Alkoholkonsum, Übergewicht, chronischer Nikotinkonsum, Bewegungsmangel, Zuckerkrankheit  (Diabetes)

Einteilung:
Es gibt vier Grade der Herzschwäche — eingeteilt nach der New York Heart Association (= NYHA):
*  NYHA Grad I: keine klinischen Beschwerden, normale körperliche Belastbarkeit
*  NYHA Grad II: Beschwerden bei starker Belastung
*  NYHA Grad III: Beschwerden bei leichter Belastung
*  NYHA Grad IV: Beschwerden bereits im Ruhezustand

Die Beschwerden sind abhängig von der Form der Herzschwäche.

Was man selbst tun kann:
Herzinsuffizienz erfordert eine Änderung des Lebensstils. Oftmals kann hierdurch das Fortschreiten der Krankheit verlangsamt und Beschwerden gelindert werden:

  • Salz- und fettarme Kost
  • Regelmäßige aber gemäßigte körperliche Aktivität (Wandern, Laufen, Schwimmen, Radfahren), immer nach Absprache
    mit dem behandelnden Arzt!
  • Reduzieren des Körpergewichts durch gesunde Ernährung mit viel Gemüse
  • Tägliche Kontrolle des Körpergewichts: Kurzfristige Gewichtszunahmen sofort dem Arzt melden (Gefahr von verstärkter Wassereinlagerung im Gewebe)
  • Strikter Verzicht auf Alkohol und Nikotin
  • Zuverlässige Medikamenteneinnahme