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Im Zeitalter der Gattung des Homo (vor ca. 1,5 Millionen – 40.000 Jahren) ist bereits eine Lautsprache möglich gewesen. In Afrika entwickelte sich vor ca. 500.000 – 200.000 Jahren der Homo sapiens: Die jetzige Sprache der Menschen hat sich vor spätestens 100.000 Jahren, nach neuesten Erkenntnissen wahrscheinlich sogar schon vor ca. 200.000 Jahren entwickelt.

Der Kehlkopf hat zwei Hauptaufgaben:
Bildung der Stimme sowie Schutz der Luftröhre/Atemwege durch den Schluckreflex: Der Zungengrund (hinterer Teil der Zunge) ist fest mit dem Kehlkopf verbunden — dies dient dem Schluckvorgang und reguliert unsere Sprache, eine wichtige Grundlage für unsere Kommunikation.

Der Kehlkopf besteht aus Schildknorpel (bildet die vordere Wand), Ringknorpel (liegt waagrecht darunter) und Kehldeckel sowie zwei kleineren Stellknorpeln. Diese sitzen hinten auf dem Ringknorpel gelenkig auf, Kehldeckel und Schildknorpel sind miteinander verbunden. Da der Kehlkopf nahe an der Speiseröhre liegt, verschließt der Schildknorpel den Eingang des Kehlkopfes gegen den Rachen, so dass beim Schluckvorgang die Luftröhre verschlossen ist und keine Nahrung in die Atemwege gelangt.

Die Knorpel des Kehlkopfs werden von Bändern zusammengehalten, der Kehlkopf ist oben am Zungenbein – dieser bügelförmige Knochen ist nur mit weichem Gewebe des Kehlkopfes verbunden und fungiert als Verankerung wichtiger Sprechmuskeln — durch eine Membran aufgehängt.

Die Stimmlippen („Stimmbänder“) sind zwischen den Stellknorpeln und der Hinterwand des Schildknorpels gespannt und werden von bestimmten Muskeln bewegt. Kippbewegungen regeln in den Gelenken zwischen dem Schild- und Ringknorpel die Spannung der Stimmbänder; über die Gelenke der Stellknorpel erfolgt die Weiteneinstellung der Stimmritze. Die hier angreifenden inneren Muskeln bilden die Grundlage des Stimmbandes. An das Stimmband schließt sich ein kurzer konischer Abschnitt bis zum Unterrand des Ringknorpels an, der dann in die Luftröhre übergeht.
Äußerlich sichtbar beginnt das Kehlkopfskelett mit dem Zungenbein: der Schildknorpel – bei Männern der „Adamsapfel“ – springt deutlich vor.

Menschen besitzen eine anatomische Besonderheit:
Nach der Geburt hat unser Kehlkopf noch einen „Hochstand“ – daher können Säuglinge zu gleicher Zeit schlucken und atmen. Im Laufe der frühen Kindheit senkt sich der Kehlkopf tief in den Hals ab, wodurch die Sprachbildung, also ein breites Spektrum an Lauten, kontrolliert ermöglicht wird. Als einzige Säugetierart können wir deshalb nicht gleichzeitig trinken und atmen, ohne uns zu verschlucken.
Bei jungen Männern sinkt der Kehlkopf in der Pubertät ein zweites Mal ab, wenn sie im Stimmbruch sind — die Stimme wird tiefer.