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Masern sind hochansteckend, zählen zu den akuten Viruserkrankungen und sind weltweit verbreitet— und es handelt sich durchaus nicht um eine harmlose Kinderkrankheit: Aufgrund auftretender Komplikationen sterben noch immer viele Kinder und auch immungeschwächte Erwachsene daran. Wer sich erstmalig ansteckt, erkrankt auf jeden Fall. Eine durchgemachte Erkrankung hinterlässt eine lebenslange Immunität.

Masern werden durch das Morbilli-Virus durch Tröpfcheninfektion (sprechen, nießen/husten) übertragen. Die Inkubationszeit (von der Ansteckung bis zur Erkrankung) liegt zwischen 5 bis 6 Tagen vor bis zu 5 bis 7 Tagen nach Auftreten der Hautausschläge (Exanthem).

Risiko/Komplikationen:
Hirnhaut– und Hirnentzündung (Meningo-/Enzephalitis), Lungenentzündung, Mittelohrentzündung, Erblindung durch schwere Hornhautentzündung der Augen.

Beschwerdebild:
Im Vorläuferstadium (Prodromalstadium) treten Symptome ähnlich einer Erkältung auf, wie Kopf- und Gliederschmerzen, Husten, Halsschmerzen, Schnupfen, Fieber, gerötete, tränende Augen sowie kleine weiße Flecken (Koplik´sche Flecken) auf der Mundschleimhaut.
Im Exanthemstadium zeigt sich der für Masern typische Hautauschlag: anfänglich rot und punktförmig, danach fleckig, beginnend hinter den Ohren, bis er sich über den ganzen Körper ausbreitet. Hinzukommen schubartiges, hohes Fieber (bis 41 Grad) und vergrößerte, schmerzhafte Lymphknoten.

Diagnose (Untersuchung):
Ist der Hautauschlag nicht eindeutig, sollte durch eine Blutuntersuchung der Nachweis von spezifischen Masern-Antikörpern erfolgen.

Behandlung:
Genau wie bei Röteln gibt es gegen eine Maserninfektion keine Medikamente, daher können nur die Symptome behandelt werden: Gabe von fiebersenkenden Medikamenten oder Wadenwickel, schleimlösende Präparate, unbedingt Bettruhe, viel Flüssigkeit, bei Bindehautentzündung: Raum abdunkeln. Erkrankte Kinder sollten sich von anderen Kindern fernhalten!

Impfung bringt Schutz!
Die Masern-Impfung erfolgt üblicherweise zweimalig ab dem 12. bis 15. Lebensmonat als Dreier-Kombinationsimpfung gemeinsam mit Röteln und Mumps.

Die Zahl der Masernerkrankungen hat im Jahr 2010 und 2011 wieder zugenommen, daher empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) dringend eine Impfung. Diese wird nicht nur für Kleinkinder empfohlen, sondern auch für Erwachsene, die nach 1970 geboren sind.

Personen, die Impfungen versäumt haben oder unsicher sind, sollten sie zu jedem Zeitpunkt nachholen. Eine Impfung ist problemlos, auch wenn Sie schon gegen Masern immun sind. Die Masern-Impfung ist eine Kassenleistung und für Sie kostenfrei!