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Scharlach zählt zu den hochansteckenden Infektionskrankheiten, wobei vorwiegend Kinder im Vor-/ Schulalter betroffen sind; aber auch Erwachsene erkranken daran. Charakteristisch für Scharlach ist die sogenannte „Himbeerzunge“, kleinfleckiger Ausschlag am ganzen Körper sowie hohes Fieber.

Ursache:
Scharlach wird durch verschiedene Arten von Streptokokken (Bakterien) und deren Toxine verursacht und durch Tröpfcheninfektion (husten, niesen, sprechen) übertragen. Die Inkubationszeit (Zeitraum von der Ansteckung bis zum Ausbruch) beträgt ca. zwei bis vier Tage. Anders als beispielsweise bei Mumps oder Windpocken sind mehrmalige Infektionen nicht auszuschließen.

Beschwerden:

  • Plötzlich auftretendes, starkes Krankheitsgefühl mit Kopf- und Gliederschmerzen
  • Hohes Fieber
  • Hals- und Schluckbeschwerden, Husten
  • Zu Beginn zeigt die Zunge einen weißlichen Belag, nach einigen Tagen folgt die charakteristische „Himbeerzunge“
  • Anfangsstadium des leuchtend roten Hautausschlags in der Brustgegend, dann Ausbreitung über den ganzen Körper. Ab der zweiten Krankheitswoche kommt es zu einer anhaltenden Hautabschuppung
  • Lymphknotenschwellung am Hals

Untersuchung:
Zur Sicherung des Erregers wird ein Abstrich gemacht, evtl. wird eine Blutuntersuchung nötig.

Therapie (Behandlung):
Behandlung mit Antibiotika, die bis zum Ende eingehalten werden muss (verhindert Folgeerkrankungen)! Fiebersenkende Medikamente. Nach einem symptomfreien Zeitraum kann es zu einer Zweiterkrankung kommen, die die anfänglichen Symptome zeigen.
Allgemein: unbedingte Bettruhe, ausreichend Flüssigkeit (ca. 2-3 Liter am Tag), leichte Kost, gurgeln und lutschen gegen die Halsschmerzen, Fieber senken. Solange Beschwerden bestehen, ist der Betreffende ansteckend und sollte zuhause bleiben.

Mögliche Komplikationen:
Mit Antibiotikabehandlung treten nur in seltenen Fällen Komplikationen auf.
Unbehandelt kann Scharlach jedoch einen gefährlichen Verlauf nehmen: Erbrechen, Durchfälle, Kreislaufversagen, Herzmuskelentzündung, Hirnhautentzündung, eitrige Nasennebenhöhlenentzündungen. Schwere Spätfolgen sind rheumatisches Fieber, Gelenkentzündungen, Herzklappen- oder Nierenentzündungen.

Information:
Erkrankte Personen müssen isoliert werden. Personen, die selbst nie an Scharlach erkrankt sind, können sich bei engem Kontakt mit Infizierten präventiv mit Antibiotika behandeln lassen. Im Gegensatz zu anderen ansteckenden Kinderkrankheiten (z.B. Röteln) ist Scharlach für Schwangere und das ungeborene Kind nicht gefährlich. Sonderform:
Wundscharlach mit Eintritt über offene Wunden.