Themen: , , , , , , ,

Die weltweit häufigste Krebsart bei Frauen ist Brustkrebs: Jährlich sterben über 700.000 Frauen an dieser Erkrankung, Schätzungen zufolge sind bis zu neun Prozent daran erkrankt.
Die höchste Brustkrebsrate wird bei den 40-50 sowie den 65-70Jährigen diagnostiziert. Bei Männern ist diese Krebsart sehr selten.

Der Begriff „Tumor“ bedeutet „Geschwulst“ bzw. „Anschwellung“ – also eine lokale Gewebezunahme wie z.B. bei einer entzündlichen Schwellung oder einer Wassereinlagerung; er findet aber auch Verwendung, wenn sich körpereigene Zellen selbstständig unkontrolliert vermehren. Dies ist bei Krebs der Fall – jedoch unterscheidet man zwischen gut- und bösartigen Erkrankungen.
Beschwerden, weiterer Verlauf und Therapie von bösartigem Krebs hängen stark davon ab, aus welchen Gewebezellen (z.B. Fett-/Knochengewebe) sich der Tumor gebildet hat.

Die weibliche Brustdrüse (Mamma) besteht aus Drüsen-, Fett und Bindegewebe. Die Drüsenläppchen (Lobuli) des Drüsengewebes produzieren die Muttermilch und münden in kleine Kanäle (Ductus), die gebündelt zur Brustwarze führen.

Gutartige Veränderungen der Brust:

  • Lipom: gutartige Fettgeschwulst
  • Fibroadenom: gutartiger Knoten aus Drüsen- und Bindegewebe
  • Zysten, die mit Flüssigkeit gefüllt sind (Vorkommen: häufig)
  • „Fibrozystische Mastopathie“: In der Brust finden sich Knoten und Zysten – der Busen ist stellenweise hart und knotig
  • Papillom: Wucherung im Milchgang – einseitige Flüssigkeitsabsonderungen aus der Brustwarze (in der Regel gutartig, jedoch können bis zu 10% bösartig entarten)

Vorstufen von Brustkrebs:

  • Intraduktale Hyperplasie (UDH): zu viele normale Zellen in den Milchgängen
  • Intraduktale atypische Hyperplasie (ADH): veränderte Zellen in den Milchgängen
  • Lobuläre intraepitheliale Neoplasie (LIN): veränderte Zellen in den Drüsenläppchen
  • Flache epitheliale Atypie (FEA): veränderte Zellen im Deckgewebe von Milchgängen und/oder Drüsenläppchen
  • Ductales Carcinoma In Situ (DCIS): veränderte Zellen in den Milchgängen

Symptome (Beschwerden):
In ca. 70% der Fälle ertastet sich ein harter, nichtschmerzender Knoten in der Brust oder Achselhöhle – Rötungen / Entzündungen der Brustwarze mit zum Teil einseitigem, blutigem Ausfluss – Einsenkung / Einziehung der Brustwarze – Größenveränderung der Brust – vergrößerte Lymphdrüsen in den Achseln

Risikofaktoren und bekannte begünstigende Umstände:
Nach wie vor ist die die Ursache für die Entstehung von Brustkrebs nicht erforscht. Veränderungen bestimmter Gene scheinen bei Männern relevant zu sein.
Geschlecht und Alter – familiäre Vorbelastung (Mutter / Schwester) – frühe Menstruation oder späte Wechseljahre – späte Erstgeburt sowie Frauen, die keine Kinder geboren haben – Knötchen- / Zystenbildungen – erhebliches Übergewicht – Zuckerkrankheit – Eierstockkrebs – Veränderung im Erbgut / Mutationen bestimmter Gene – der Befall einer Brustseite erhöht die Gefahr der späteren Erkrankung der anderen Brust.
Neueste Erkenntnisse: länger dauernde Hormonersatztherapie in den Wechseljahren Längere Stillzeit vermindert das Brustkrebsrisiko.