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Mit ca. zwei Milliarden Zellen ist unsere Haut das größte Organ und bietet somit ausreichend Angriffsfläche für „Eindringlinge“, wie z.B. Viren. Diese sind Eiweißkörper, die selbst keinen Stoffwechsel besitzen, sich ständig reproduzieren und dazu einen Wirt benötigen.

Statistisch erkrankt jeder Zweite einmal in seinem Leben an Warzen. Warzenviren übertragen sich durch Kontakt mit dem Erreger, direkten Hautkontakt oder Schmierinfektion beim Geschlechtsverkehr. Sie nutzen üblicherweise kleine Risse in der Haut bzw. den Schleimhäuten, um in den Organismus einzudringen und sich anzusiedeln. Sie können sich auch weiter vermehren und so benachbarte Hautpartien befallen – und können also überall am Körper erscheinen.

Warzen unterscheiden sich durch ihr Aussehen, ihre Vermehrung, ihre Symptome und den Ort, an dem sie auftreten: dies ist abhängig vom Virustyp. Für ihr Entstehen sind häufig die Viren des Human Papillom- Virus verantwortlich, von dem an die 100 Subtypen bekannt sind. In der Regel sind Warzen harmlos und vergehen von selbst. Symptome wie Brennen, Jucken oder Schmerzen treten nur in Einzelfällen auf. Die Inkubationszeit kann vier Wochen bis hin zu Monaten betragen.

Besonders anfällig für Warzen sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem (wie z.B. Kinder und Jugendliche) sowie Menschen mit empfindlicher Haut wie z.B. bei Neurodermitis.

Häufigste Arten: Vulgäre Warze (Stachelwarze), Flachwarze, juvenile Warze, Plantarwarze (Dornwarze, Fußsohlenwarze), Dellwarze (Schwimmbadwarze), Pinselwarze, Alterswarze (tritt als einzige Art ohne Virusinfektion auf, da es sich um eine gutartige Haut-Verhornungsstörung handelt), Feigwarze (Genitalwarze)

Die Feigwarze tritt ausschließlich im Genitalbereich und am After auf — sie ist die gefährlichste der Warzenarten und zählt zu den häufigsten sexuell übertragenen Krankheiten. Die Übertragung erfolgt fast immer durch ungeschützten Geschlechtsverkehr sowie beim Oralverkehr. Ebenso ist bei einer Entbindung die Übertragung von der Mutter auf das Neugeborene möglich.
Bei den Papillomviren werden zwei Risikobereiche unterschieden: Erregergruppen im Hochrisikobereich für die Erkrankung an Gebärmutterhalskrebs oder Peniskrebs. Seit 2006 gibt es hier eine Impfung für Mädchen/junge Frauen (HPV-Impfung). Erreger im Niedrigrisikobereichs sind zumeist harmlos.

Behandlung: es gibt keine Medikamente gegen Warzen! Man behandelt in der Regel mit Warzentinkturen (austrocknen), Vereisen, Lasern. Dornwarzen treten häufig an den Fußsohlen auf und müssen z.T. operativ entfernt werden. Neueste Methode: (WIRA) = lokale Bestrahlung mit wassergefiltertem Infrarotlicht (zur Durchblutung und Anregung der eigenen Abwehr).

Komplikation/Gefahr: Warzen sind ansteckend — man kann nicht nur andere, sondern auch sich selbst immer wieder anstecken.

Vorsorge: Hygiene, Warzen nicht berühren/kratzen, keine fremden Handtücher benutzen, Tragen von Badeschuhen (Schwimmbad, Sauna), Benutzen von Kondomen, HPV-Impfung.